Kon­se­quen­zen zie­hen – Selbst­hil­fe bei Pro­ble­men der Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on III

Die meis­ten von uns ken­nen das: Wir set­zen uns Zie­le und ent­de­cken erst unter­wegs, was es heißt, die­se umzu­set­zen. Erst dann bemer­ken wir, was alles dazu­ge­hört, die betref­fen­den Zie­le zu ver­wirk­li­chen. Auf sol­che Wei­se schei­tern wir unter Umstän­den an der Umset­zung unse­rer Vor­ha­ben oder brin­gen nur ein Drit­tel des­sen zustan­de, was wir eigent­lich woll­ten. Wor­an liegt das?
Zie­le sind das eine. Dass sie jedoch einen Hau­fen Kon­se­quen­zen im Schlepp­tau haben, das ent­geht uns, solan­ge wir nur die Zie­le ins Auge fassen.
Um ein rea­lis­ti­sches Ver­hält­nis zu unse­ren Zie­len zu gewin­nen, ist es unab­ding­bar, die Fra­ge nach den Kon­se­quen­zen zu stel­len, die die­se mit sich brin­gen. Wel­che Kon­se­quen­zen hat es, wenn ich die­ses oder jenes Ziel errei­chen will? Wel­cher Art sind die Konsequenzen?
Bestimm­te Kon­se­quen­zen stel­len sich für mein eige­nes Han­deln: dies und jenes wer­de ich tun müs­sen, um zum Ziel zu gelangen.
Will ich mich den abseh­ba­ren Kon­se­quen­zen stel­len? Bin ich bereit, die­se auf mich zu neh­men? Und: Kann ich über­haupt rea­li­sie­ren, was sich an Kon­se­quen­zen für mein Tun aus den Zie­len ergibt? Kann ich die erfor­der­li­chen Kon­se­quen­zen zie­hen? Bin ich fähig und in der Lage, mich den Kon­se­quen­zen zu stel­len, die mei­ne Zie­le mit sich bringen?
Zwei Per­spek­ti­ven, die ins Auge zu fas­sen sind: Will ich das, was sich aus mei­nen Zie­len für mein Han­deln ergibt? Und: Kann ich das leis­ten, was sich als erfor­der­lich erweist, wenn ich die­ses oder jenes Ziel umset­zen will?
Die Fra­ge nach den Kon­se­quen­zen gefass­ter Zie­le stellt sich jedoch noch auf eine ande­re Wei­se: Wir gehen, wenn wir uns ein Ziel gesetzt haben, in aller Regel zu Taten über, die wir für sinn­voll und not­wen­dig hal­ten, um das Ziel zu erreichen.
Nach eini­ger Zeit erweist sich, ob wir auf dem ein­ge­schla­ge­nen Weg unse­ren Zie­len näher kom­men oder nicht. Ist das nicht der Fall, so unter­neh­men wir mög­li­cher­wei­se einen zwei­ten und drit­ten Ver­such, indem wir unser Vor­ge­hen ändern. Haben wir auch dann kei­nen Erfolg, so geben wir auf. Wir resignieren.
Sel­ten stel­len wir die Fra­ge, ob die Kon­se­quen­zen, die wir aus den Zie­len für unser Vor­ge­hen gezo­gen haben, die rich­ti­gen waren. Haben wir wirk­lich das getan, was uns inner­halb der zur Ver­fü­gung ste­hen­den Zeit dem Ziel hät­te näher brin­gen kön­nen? Oder haben wir mög­li­cher­wei­se nicht die ange­mes­se­nen Kon­se­quen­zen aus unse­ren Zie­len gezo­gen? Fällt es uns schwer zu erken­nen, dass die gezo­ge­nen Kon­se­quen­zen nicht geeig­net waren, das Ziel zu erreichen?

Um ein Ziel zu ver­wirk­li­chen, erweist es sich als hilf­reich, Zeit und Sorg­falt dar­auf zu ver­wen­den sich klar zu machen, wel­che Kon­se­quen­zen erfor­der­lich sind, das gesteck­te Ziel zu errei­chen. Dies gilt beson­ders für Zie­le, die uns neu sind und für die wir Mit­tel und Wege zu erfolg­rei­cher Umset­zung noch nicht kennen.
Damit beu­gen wir mög­li­chen Ent­täu­schun­gen vor und erhö­hen die Chan­ce, dort­hin zu gelan­gen, wohin wir mit unse­ren Vor­ha­ben gelan­gen wollen.

Nothart Rohlfs